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Eingestellt am: 09.04.2012

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Spendenkonto Kirchenkreis Plön-Segeberg, Sparkasse Holstein, BLZ 213 522 40, Kontonr. 14978, Verwendungszweck Kirchengemeinde Zarpen Dachschaden

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Kirchengeschichte


Beschreibung

Die Zarpener Kirche ist ein einschiffiger und gewölbter frühgotischer Backsteinbau des mittleren 13. Jahrhunderts mit Ecklisenen, Bogenfriesen und (zumeist 1937 bis 1939 erneuerten) Fenstern und Portalen sowie nachträglich angesetzten Stützpfeilern. Sie wurde bald nach 1221 mit dem ursprünglich flachgedeckten Chor begonnen, die polygonale 5/10-Apsis wurde nachträglich angefügt. Aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammt das zwei Joch lange Schiff mit paarweise angeordneten Fenstern und Südportal, etwas jünger ist der z. T. erneuerte dreigeschossige schiffsbreite Westturm mit Portal, Ecklisenen, Bogenfriesen und einem achtseitigen hohen Zeltdach (letzteres von 1604).
 
Im Inneren spannen sich über den beiden Schiffsjochen zwei kuppelige Kreuzrippengewölbe über Gurt- und Schildbögen auf Wandvorlagen, im Chor wurde das Kreuzrippengebäude nachträglich eingezogen.
 
Die Kirche in Zarpen besitzt eine bemerkenswerte Ausstattung: An den Unterseiten der Gurtbögen eine spätgotische dekorative Malerei, an den Gewölben eine gotisierende Bemalung des 17. Jahrhunderts mit betonten Rippen, Rankenwerk in den Kappen und drei Engeln mit Spruchbändern im Chorgewölbe. Aus der historischen Ausstattung sind hervorzuheben die Renaissance-Kanzel vom Anfang des 17. Jahrhunderts, das hölzerne, versilberte Kruzifix mit Astkreuz (spätes 17. Jahrhundert) und der spätbarocke Orgelprospekt vom Ende des 17. Jahrhunderts. Das Geläut umfasst drei Glocken von 1464, 1744 und 1959.


Geschichte

Der Bau wurde bald nach 1221 von den Mönchen des benachbarten Reinfelder Zisterzienser-Klosters für die als Stadt geplante Gemeinde Zarpen begonnen. 1604 erhielt der Turm seinen heutigen achteckigen Helm mit Holzschindel-Bedachung (diese 1959 erneuert).

 

Eine durchgreifende Sanierung erfolgte 1936 bis 1940. Dabei wurden die Fensterlaibungen und das Südportal nach Befund erneuert, ebenso der Dachstuhl, der mit Mönch- und Nonnen-Ziegeln neu eingedeckt wurde. Der Kirchenmaler Diedrich Fey legte die Gewölbemalereien frei und ergänzte sie behutsam, insbesondere im Westjoch.


Sanierung

Als in den letzten Jahren in den Gewölbekappen wieder vermehrt Risse auftraten, die teilweise bis zum Dachboden führten, kamen die alten statischen Probleme der Kirche wieder zutage. Weiterhin zeigte der Gewölbeputz an einigen Abschnitten Hohlstellen: die Malereien saßen teilweise nicht mehr fest am Putz, sondern puderten, außerdem waren sie durch Staub vergraut: die bisherige Umluftheizung und zu kurze Aufheizzeiten wirkten sich nachteilig aus.
 
Als erster Sanierungsabschnitt wurden deshalb zunächst die baulichen Mängel beseitigt durch Umbau der Heizung und eine statische Sicherung der Gewölbe; erst danach konnten die Risse verfugt werden. Weiterhin erhielt die Kirche einen neuen Fußboden aus Ziegelpflaster (1994/95, Architekten Petersen & Hauke, Bad Oldesloe). Die Reinigung und Festigung der Gewölbemalereien im Chor erfolgten im Sommerhalbjahr 1995 (Restaurator Chr. Leonhardt, Hamburg); die restlichen Gewölbe wurden im folgenden Jahr restauriert.
 
Die Läutemaschine und die Turmuhrenanlage mit Zifferblatt und Zeigerpaar wurden 1996 fachgerecht saniert (Fa. Buer, Neustadt/H.). Die Glocke von 1464 erhielt einen neuen Kronenarm und Klöppel. Die Kosten dafür wurden überwiegend aus einer Privatspende aufgebracht.
 
Im Jahr 2000 wurde das äußere Mauerwerk des Turms saniert: Verwitterte Ziegel im alten Klosterformat mussten in kleineren und größeren Partien ausgewechselt werden. Die Häupter der Stützpfeiler wurden mit Kupferblech abgedeckt, ebenso die Gesimse und die Fenstersohlbänke. Das Glockengeschoß erhielt neue Schallblenden. Das Holzschindeldach wurde repariert, zahlreiche Schindeln mussten ersetzt werden. Im Turminneren oberhalb der Orgel wurden verschiedene Hölzer freigelegt und zum Teil ausgewechselt und imprägniert. Zur besseren Belüftung bei geeigneter Witterung wurden an der Ost- und an der Westseite Scherengitter in die Eingänge montiert. Zwei Einflugmöglichkeiten und zwei Nistkästen wurden für den Turmfalken eingebaut.
 
2000 und 2001 wurden Tore und Türen der Kirchhofeinfriedigung angefertigt, Pfeiler ergänzt; 2003 wurde eine Mikrophonanlage (überwiegend aus Spenden finanziert) angeschafft, drei Eichen wurden auf dem Kirchhof gepflanzt; 2004 wurden das Kruzifix und der Kanzelschalldeckel restauriert (Restaurator E. Beetz). Verschiedene Schaltkreise der Elektroanlage wurden erweitert, da zeitweise eine Überlastung der Anlage erfolgte, der Osteingang des Kirchhofes wurde gepflastert (2004). Ende des Sommers 2005 wurden Bankauflagen (Sitzkissen aus Spenden finanziert) erneuert.
 
Im Juni/Juli 2005 wurde die Orgel gereinigt und saniert und vom Sachverständigen Peters am 30.09.2005 abgenommen.