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Foto: Dierk Topp

Kirche Zarpen

Gewölbemalerei

Foto: Dierk Topp

Orgel

Die dänische Firma Marcussen & Son schuf im Jahr 1883 die Orgel, die im Laufe der Zeit einige Veränderungen erfuhr. Der neugotische Prospekt wurde im Zuge einer Renovierung 1936–1940 durch einen barocken ersetzt, der ursprünglich vermutlich eine Orgel aus Heiligenhafen zierte und aus dem Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum Schloss Gottorf nach Zarpen gelangte. Das Instrument verfügt über 17 Register auf zwei Manualen und Pedal.

Taufstein

© dierk topp

Kirchenrouten

Unter dem Motto "Geschichte und Natur erleben – Seele stärken" sind sie eingeladen, in Schleswig-Holstein von Kirche zu Kirche zu radeln.

Als Ort der inneren Einkehr ist die Kirche Zarpen im Mittelpunkt der 46km langen Karpfentour. Die GPS-Daten der Route und alle weiteren Infos finden sie hier

 

 

Altar

© dierk topp

Bauwerk

Die Kirche Zarpen ist eine alte Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert (1221). Sie zählt zu den ältesten Bauwerken im Kreis und steht unter Denkmalschutz. Die runden Friesen an der Südwand zeigen noch romanische Rundformen, an der Nordseite dagegen schon die zugespitzten Stilmerkmale der Gotik. Auch die Fenster und die Bogenformen des Gewölbes lassen den Übergang von der Romanik zur Gotik erkennen.

Der gewölbte Kirchenraum ist hervorragend geeignet für geistliche Musik. Seit fast hundert Jahren liegt deren Gestaltung in der Hand von tüchtigen Kirchenmusikerinnen, die mit ihren Kinder- und Jugendchören, mit der Kantorei, sowie mit Einsatz von Instrumentalisten Gottesdienste musikalisch ausgestalten und Konzerte darbieten. Zur Zeit liegt der Schwerpunkt zur Heranbildung von sängerischem Nachwuchs auf der Arbeit mit Kindern ab dem Kindergartenalter.

Turm und Uhr

Fenster der Kirche

Baugeschichte

In den nahezu 8 Jahrhunderten hat das Bauwerk gelitten. Vor allem die Westseite des Turmes hatte durch die Witterung immer wieder Schaden genommen. Die wiederholt vorgemauerte Ziegelwand zeigt deshalb kaum die wohlgestaltete Gliederung, die noch an den Seitenwänden zu erkennen ist. Für die Erhaltung und Reparatur unserer Kirche waren erhebliche Mittel erforderlich, die unsere Gemeinde nicht alleine aufbringen konnte. Sie wurde dabei von Förderern, in den letzten Jahrzehnten vor allem durch die Kulturstiftung Stormarn, vielen Privatpersonen und Stiftungen unterstützt.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war die ursprüngliche Gestalt durch vergrößerte Fensteröffnungen und eingebaute Seitenemporen verdorben. Eine gründliche Renovierung hatte vor dem 2. Weltkrieg - nach Erforschung ursprünglicher Bauformen - zu der einfachen und klaren Ausgangsgestalt ohne Seitenemporen zurückgeführt. Dabei wurden ältere Deckenbemalungen entdeckt, aufgefrischt und ergänzt. Auf Besucher übt diese Gewölbemalerei einen besonderen Reiz aus, wie auch die barocke Gestaltung des Orgelprospekts. Der gehörte aber zunächst nicht zur Marcussen-Orgel von 1883, sondern wurde bei Renovierung 1940 aus einem Museumsbestand hinzugewonnen.